ExisTanz – Out of Touch

Spaces of Belonging – Internationaler Austausch und Recherche

 

Dieser internationale Austausch und Recherche setzt sich mit der zentralen Frage auseinander wie professionelle Tanzkunst die partizipative Tanzvermittlung im Kontext der Kulturellen Bildung besonders hinsichtlich künstlerischer-ästhetischer Aspekte bereichern kann. In Zusammenarbeit mit Dance United Yorkshire haben wir professionelle künstlerische Ansprüche als Qualitätsmerkmal in der Arbeit mit Laien verankert und dabei Methoden entwickelt, die diese Übersetzung ermöglichen.

Aufbauend auf den strategischen und strukturellen Grundlagen, ermöglicht durch das Arbeitsstipendium für Kulturelle Bildung 2022, und der internationalen Koproduktion Encounters – “How do you think it feels?”, konnten wir damit die künstlerischen und pädagogischen Rahmenbedingungen zur Umsetzung partizipativer Tanzprojekte durch ExisTanz gestalten. Die bereits bestehenden Projektstrukturen auf Seiten beider Partner gewährleisteten nicht nur die erfolgreiche Übertragung der Erkenntnisse dieses Austausches in die praktische partizipative Tanzvermittlung, sondern legen auch die Grundlage für einen dauerhaften Mehrwert in der Übersetzung in konkrete Projektrealisierungen.

Im Juli 2024 fand ein erstes Austauschtreffen mit Dand United Yorkshire in Bradford statt. Hier teilten Ellen Steinmüller zusammen mit der freischaffenden Theaterpädagogin, Conny Schmid, ihre künstlerischen und pädagogischen Erkenntnisse aus unserem Projekt heimat. Helen Linsell (Artistic Director) und Romina Thornton (Senior Dance Programmes Manager) gaben im Austausch Einblicke in ihre Vermittlungsansätze mit der Bradford Women’s Company. In einer praxiserprobenden Übersetzung wurden unsere Ergebnisse mit den Frauen der Kompanie im Kontext ihrer wöchentlichen Proben erforscht. Ein weiteres Treffen fand im Januar 2025 in Leeds statt. In einem choreographischen Entwicklungsprozess mit Helen Linsell und Ren Melling (Dance Programmes Manager) wurde mit einer Gruppe Studierender des BA Dance an der Leeds Beckett University ein Repertoirestück für partizipative Tanzprojekte entwickelt. Die entstandene Choreographie „Ubuntu“ dient im nächsten praxiserprobenden Schritt als Projektbasis.

In Zusammenarbeit mit der Berufsschule Cham und der TU München vermittelt ExisTanz ein aufführungsorientiertes Intensivtanzprojekt für Schüler:innen der Berufsintegrations- und Berufsvorbereitungsklassen. Das Studierendenprojekt „Community Dance“ trägt zu TUM tanzt!, eine Initiative des Departments Health and Sports Sciences und des TUM Centers for Culture and Arts, bei und wird als Teil des Kunstarealfestes am 29.06. in der Rotunde der Pinakothek der Moderne aufgeführt. Der hier beschriebene internationale Austausch ermöglichte es somit, dass ExisTanz mit innovativen Impulsen und neuen Perspektiven zur Münchner Kulturlandschaft im Bereich der Kulturellen Bildung beitragen kann.

Dieser internationale Austuasch wurde ermöglicht durch das Stipendium Interkulturelles / Internationales 2024 des Kulturreferates der LH München.

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